Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Abteilung: Hautschutz

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Hautschutz

Hautgesundheit

  • Berufsbedingte Hautkrankheiten sind seit Jahren auf Platz 1 der Liste der angezeigten Berufskrankheiten, verursachen häufig lange Behandlungszeiten, hohe Kosten und können nicht selten zur Aufgabe der hautgefährdenden Tätigkeit zwingen.
     
  • Deshalb haben Unfallversicherungsträger und Arbeitsschutzverantwortliche vielfältige Präventionsmaßnahmen ergriffen (z.B. Hautschutzzentren bei den Unfallversicherungsträgern und Berufsgenossenschaften). Auch die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie hat sich eine Verminderung der berufsbedingten Hautkrankheiten zum Ziel gesetzt.
     
  • Im Arbeitsschutzrecht (GefstoffV, TRGS 401) sind die Maßnahmen in Sachen Hautschutz klar geregelt: Der Arbeitgeber analysiert über eine spezielle Gefährdungsermittlung und -beurteilung (Gefährdungsmatrix) die Gefahr für die Haut (z. B. Feuchtarbeit oder Gefahrstoffe) und legt Schutzmaßnahmen fest, die über Betriebsanweisungen und Unterweisungen an die Beschäftigten mindestens 1-mal jährlich übermittelt werden. Bei mindestens mittlerer Hautbelastung werden anschließend in einem Hautschutzplan detaillierte Maßnahmen für die 3-Säulen des Hautschutzprogramms (Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflege) erarbeitet. Im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge werden die Mitarbeiter über die Gefährdungen und Schutzmaßnahmen aufgeklärt und durch Pflicht- oder Angebotsuntersuchungen arbeitsmedizinisch betreut und beraten. Wenn Sie in hautbelastenden Arbeitsbereichen beschäftigt sind (z. B. häufiges Händewaschen, Handschuhtragen, Umgang mit hautschädigenden Gefahrstoffen), sollten Sie sich bei auftretenden Hautveränderungen an den Händen (Trockenheit, Rissigkeit, Hautrötungen, Hautjucken, Bläschenbildung) frühstmöglich auch an Ihre/n Betriebsarzt/ärztin wenden.
     
  • Im Jahr 2008 wurden in der Universität in hautbelastenden Bereichen (Institute für Chemie, Physik, Biologie, Geographie, Psychologie, Technische Abteilung, Werkstätten, Landwirtschaftliche Fakultät u. a.) Gefährdungsbeurteilungen zum Hautkontakt durchgeführt und zumeist eine mittlere Hautgefährdung konstatiert. Deshalb wurden spezielle Hautschutz- und -pflegemittel eingeführt. Diese sind nach vorheriger Unterweisung (die Einweisungs- und Wiederholungsveranstaltung kann über Frau Dr. Pohling gebucht werden) über die Beschaffungsstelle bestellbar. Man rechnet mit ca. 1 Tube Hautschutzmittel pro MitarbeiterIn pro Monat sowie 1 Tube Hautpflegemittel pro MitarbeiterIn pro 2-3 Monate. Welche Hautschutzmittel Sie benötigen, ergibt sich aus dem Hautschutzplan Ihres Bereiches. Manchmal sind dort mehrere Möglichkeiten angegeben, dann finden Sie auch Erklärungen dazu. Bei den Hautpflegemitteln können Sie aus 3 Alternativen (für normale Haut-STOKOLAN, für empfindliche Haut-PRAECUTAN und für sehr trockene Haut-STOKOVITAN) wählen. Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte am besten über E-Mail an Ihre Betriebsärztin.
     
  • Schutzhandschuhe als PSA sollen immer für den Zweck entsprechend ausgewählt werden (Chemikalienschutz, Schutz vor biologischen oder physikalischen Einwirkungen u. a.) und möglichst nur kurz und gezielt getragen werden. Beim Umgang mit Gefahrstoffen dürfen nur noch Schutzhandschuhe die nach der Norm 374 (2003) geprüft sind verwendet werden.
     
  • Um eine qualitativ hochwertige und dem Bedarf entsprechende Versorgung mit Schutzhandschuhen sicher zu stellen, empfehlen wir, Kontakt mit Herrn Ernst (Firma ASItech, 01638174185, peter.ernst@asitech.de) aufzunehmen. Über die Beschaffungsstelle kann dann auf spezielle Ansprüche bei Schutzhandschuhen reagiert werden. Hilfen bei der Auswahl von geeigneten Schutzhandschuhen finden Sie auch im Arbeitschutz Newsletter unter "Archiv".
     

Chemikalienprüfung der Semperguard-Nitril-Handschuhe.
Der SEMPERGUARD NITRIL PUDERFREI ist ein Einweg-Chemikalienschutzhandschuh der CE Kategorie III - intensiv getestet. Die Chemikalienbeständigkeit können Sie mit den Materialien Latex und Vinyl vergleichen.

Bitte wenden Sie sich bei allen Fragen zur Hautgesundheit und zum Arbeitsschutz an Ihre Betriebsärztinnen und Betriebsärzte oder/und das Referat Arbeits- und Umweltschutz.




Einen Vorschlag für eine Gefährdungsbeurteilung Haut mit Gefährdungsmatrix nach TRGS 401.

Angebote zu Hautschutzplänen für verschiedene Bereiche:

 



Weitere Hinweise:

Quelle: https://www.ta.hu-berlin.de/webcontent:578 | Stand vom 08.12.2021, 16:38 Uhr