Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Abteilung: Bebelplatz

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Bebelplatz

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Komplex Kommode, Altes Palais und Gouverneurshaus

Der Gebäudekomplex Kommode, Altes Palais und Gouverneurshaus wird durch die Humboldt-Universität gegenwärtig in mehreren Abschnitten saniert. Es entsteht ein modernes Zentrum für die Geisteswissenschaften in der Mitte der Stadt. Die Gebäude wurden im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1964 und 1969 unter Wiederherstellung der historischen Fassaden.

Innen erfolgte der Wiederaufbau zweckmäßig und sachlich für die Nutzung durch die Humboldt-Universität zu Berlin, wobei die drei Gebäude funktionell eine Nutzungseinheit bilden. Hauptnutzungsart sind Bibliotheken, Hörsäle, Seminarräume, Lehrkabinette und Büroarbeitsplätze für eine Vielzahl von Nutzern der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche. Hier konnte auch nach einer vollständigen Sanierung im Jahr 2004 das Walter-Hallstein-Institut seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Gebäude "Kommode" und "Palais Kaiser Wilhelm I." (Altes Palais) gehören gemeinsam mit der Hedwigs-Kathedrale, der Staatsoper und dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin zum historischen "Forum Fridericianum", der von Knobelsdorff und Friedrich II. im 18. Jahrhundert geschaffenen Platzanlage. Das gesamte Ensemble steht unter Denkmalschutz.

Unter den Linden / Ecke Bebelplatz wurde durch die Humboldt-Universität eine der wertvollsten klassizistischen Fassaden Berlins denkmalgerecht restauriert. Kaiser Wilhelm I, ließ das Palais 1834 von Carl Friedrich Langhans d. J. errichten. Einzigartig ist der umlaufende Terrakottafries des Mezzaningeschosses, der mit 18 Figuren und 16 Wappenschildern das künstlerische Bildprogramm des Hauses darstellt. Das nach schweren Kriegsschäden 1964 wiederhergestellte Gebäude wird heute von der Juristischen Fakultät genutzt. Den Restaurierungsarbeiten ging eine umfassende Bauforschung voraus, die vom Institut für Kultur- und Kunstwissenschaften der Humboldt-Universität wissenschaftlich begleitet wurde. Eine Besonderheit stellt die monochrome Farbfassung des Fassadenanstrichs dar.

Die mit Gesamtbaukosten von 2,6 Mio. Euro umfassende Fassadenrestaurierung wurde von der Stiftung Denkmalschutz Berlin und der Bundesanstalt für Arbeit finanziell unterstützt. Der Eigenanteil der HU betrug 1,8 Mio. Euro.

Von der Gipsformerei Staatlicher Museen zu Berlin (SMPK) wurden zwei Terrakottafiguren abgeformt und der HU als Geschenk übergeben. Die Figuren sind im Foyer des Alten Palais zu sehen.

 

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MfN-Kernprojekt

 

Architekten:

Ingrid Hentschel - Prof. Axel Oestreich Architekten BDA

Ansprechpartner:

 Silvio Stahn
E-Mail: Silvio.Stahn@uv.hu-berlin.de
Telefon: +49 30 2093-99830
Fax: +49 30 2093-99802

 

Quelle: https://www.ta.hu-berlin.de/webcontent-998 | Stand vom 03.06.2020, 12:19 Uhr