Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Abteilung: Campus Nord  - Haus 3, Erweiterungsbauten

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Campus Nord  - Haus 3, Erweiterungsbauten

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Dach- und Fassadensanierung

Der Gerlachbau wurde 1873 von dem Architekten Julius Emmerich als erster Erweiterungsbau des Tieranatomischen Theaters errichtet. Er war als Obduktionsgebäude konzipiert und nahm zusätzlich im 1. Obergeschoss  die pathologisch-anatomischen Sammlungen auf. Das Gebäude schließt mit einem kleinen Brückenbau direkt an den berühmten Langhansbau, das Tieranatomische Theater, aus dem Jahr 1790 an. Letzterer konnte bereits Ende 2012 komplett saniert als Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude fertig gestellt werden.

1935/36 erfolgte eine zweite Erweiterung. Der Gerlachbau wurde vom Architekten Walter Wolff um einen Kopfbau erweitert. Beide Gebäude ordnen sich der solitären Wirkung des Tieranatomischen Theaters unter. Sie übernehmen die wesentlichen Gestaltungselemente, sind aber deutlich schlichter gehalten. Durch die Zurücksetzung der Fassade zollt Emmerich dem Gebäude von C.G.Langhans bewusst Respekt.
 

Dank der finanziellen Unterstützung der Reemtsma-Stiftung, der Stiftung Anatomisches Theater und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnte inzwischen mit der Sanierung der Dächer und Fassaden an den beiden Erweiterungsbauten begonnen werden. Der Sanierung geht eine restauratorische Befunduntersuchung voraus. Im Ergebnis dieser Untersuchung wurden die Materialität, aber auch die Farbigkeit von Putz und Fenstern ermittelt und ein Sanierungskonzept erstellt.

 

Eine Besonderheit stellte die Ermittlung der ursprünglichen Farbigkeit der Gebäude dar. Durch die restauratorischen Befunde konnten die unterschiedlichen Originalfarben und die verschiedenen späteren Anstriche ermittelt werden. Die Farbigkeit der Erweiterungsbauten wurde jeweils auch für den Langhansbau übernommen. Es wurde daraufhin festgelegt, dem Gestaltungswillen der beiden Architekten Emmerich und Wolff zu folgen - dem Wunsch nach einem homogenen Erscheinungsbild aller Gebäudeteile. Dieses Konzept konnte einvernehmlich mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt werden.

Die Sanierungsarbeiten wurden im Herbst 2016 abgeschlossen und im Beisein der Präsidentin, der künftigen Nutzer und der Reemtsma-Stiftung als weiterer Etappensieg gemeinsam gefeiert.

Die Kosten der Hüllensanierung betrug insgesamt ca. 1,6 Mio. €.

 

Nach Fertigstellung dieser Maßnahme steht als letzter Bauabschnitt noch der Innenausbau der beiden Erweiterungsbauten aus. Ein entsprechender Bauantrag für die Nutzung durch das Hermann-von-Helmholtz Zentrum wurde bereits gestellt. Die HU hofft, weitere Sponsoren- und Fördermittel einwerben zu können, um mit dem Innenausbau fortfahren zu können.

 

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MfN-Kernprojekt

Architekten:

Thomas Müller Ivan Reimann Architekten

Ansprechpartner:

 Silke Ruenger
E-Mail: silke.ruenger@uv.hu-berlin.de
Telefon: +49 30 2093-99842

 

Quelle: https://www.ta.hu-berlin.de/webcontent-994 | Stand vom 03.06.2020, 12:08 Uhr