Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Abteilung: Spandauer Straße 1

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Spandauer Straße 1

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Grundinstandsetzung

 

Der heutige Hauptsitz der Wirtschafts-wissenschaftlichen Fakultät befindet sich in einem Gebäudekomplex, dessen Wurzeln bis in das 13. Jahrhundert zurückreichen.

 

Eine Besonderheit stellt die Hl.Geist-Kapelle dar. Sie ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke Berlins und wurde um 1300 als Teil des Hospitals zum Heiligen Geist errichtet. Es handelt sich um einen einschiffigen Backsteinbau mit einem 1476 erneuerten Turm und neu errichtetem Dachstuhl. Die ursprünglich flache Decke wurde um 1520 durch ein Sternrippengewölbe ersetzt. Der Turm musste 1816 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Anstelle des benachbarten alten Hospitals entstand 1906 ein Neubau für die Handelshochschule, welche nach dem 2.Weltkrieg als Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät in die Universität eingegliedert wurde.

 

Das Gebäude wird in mehreren Schritten grundsaniert. Seit Mitte der 90er Jahre des 20.Jahrhunderts gab es Überlegungen zu einer umfassenden Instandsetzung der historischen Kapelle für eine Nutzung als Festsaal. Die erforderlichen Arbeiten konnten Dank umfangreicher Spenden verschiedener Förderer und Mäzene zwischen 2003 und 2005 durchgeführt werden. Das denkmalpflegerische Konzept sah eine Erhaltung der fragmentarisch vorhandenen Ausmalung vor, jedoch keine restauratorischen Ergänzungen. Teile eines historischen Bodenbelags konnten erhalten werden. Besondere Sorgfalt wurde auf die denkmalverträgliche Gestaltung der technischen Ausstattung (Heizung, Lautsprecher, Leitungen) gelegt. Die Sanierung des Kapellendaches stellte auf Grund eines vorgefundenen Befalls mit Hausschwamm und holzzerstörenden Pilzen eine besondere Herausforderung dar. Zur Stärkung der historischen Konstruktion wurde eine Hilfskonstruktion aus schlanken Stahlrohren eingebracht. Heute ist ein Blick in den mittelalterlichen Dachstuhl über zwei Fenster im Foyer des 2. Obergeschosses möglich.

 

Die Einrichtung einer kleinen Mensa im Untergeschoss bedeutete einen weiteren wichtigen Schritt für eine hochschulgerechte Nutzung. Im Jahr 2010 wurden mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket 2 der Bundesregierung die zwei großen Hörsäle grundinstand gesetzt und mit moderner Hörsaaltechnik ausgestattet. Anschließend wurden Dach und Fassade saniert und im Jahr 2012 erfolgte die Fertigstellung einer weiteren Maßnahme. Im südlichen Gebäudeteil ist ein Raum mit Galerie für studentisches Arbeiten entstanden. Es wurden 112 Gruppen- und 32 Einzelarbeitsplätze geschaffen, die von den Studierenden intensiv genutzt werden.

 

In den nächsten Jahren stehen weitere Baumaßnahmen an, z.B. der Umbau bzw. die Sanierung der beiden sogenannen Kopfbauten und die Hofgstaltung.

 

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MfN-Kernprojekt

 

 

 

Architekten:

Hüffer .  Ramin Architekten

Ansprechpartner:

 Andreas Palaszewski
E-Mail: andreas.palaszewski@hu-berlin.de
Telefon: +49 30 2093-99831

 

Quelle: https://www.ta.hu-berlin.de/webcontent-1006 | Stand vom 03.06.2020, 12:44 Uhr